1978 – 1986

Fußball WM 1978 in Argentinien

Die elfte Fußballweltmeisterschaft wurde wieder einmal in einem südamerikanischen Land, in Argentinien, ausgetragen. Seit 1958 war Österreich nicht mehr bei einer WM- Endrunde dabei gewesen, doch diesmal sollte sich zeigen, dass man das Fußballspielen in Österreich nicht verlernt hat. Österreichs letztes Spiel gegen Deutschland wurde zu einer Sternstunde des österreichischen Fußballs, denn der Weltmeister musste sich gegen die österreichische Nationalelf 2:3 geschlagen geben – es war dies der erste Sieg über die Deutschen seit 47 Jahren. Um den dritten Platz spielte Brasilien gegen Italien 2:1, im Finale holte sich Argentinien mit einem 3:1 gegen die Niederlande zum ersten Mal den Weltmeistertitel.

Fußball WM 1982 in Spanien

Als Veranstalter für die zwölfte Fußball-Weltmeisterschaft konnte sich Spanien gegen die anderen Mitbewerber durchsetzen. Wieder gab es eine gravierende Änderung des Turniermodus, diesmal eine für alle Fußballfans erfreuliche: erstmals durften 24 Nationen – in sechs Gruppen zu je vier Ländern – an einer Endrunde teilnehmen, erstmals waren Algerien, Honduras, Kamerun, Kuwait und Neuseeland bei einer WM dabei. In einer zweiten Finalrunde sollten vier Gruppen zu je drei Ländern wieder im Meisterschaftssystem gegeneinander spielen, die Gewinner jeder Gruppe sollten die Bestreiter des Semifinales (erstmals wieder seit 1970) werden. Im Spiel Österreich gegen Deutschland geschah etwas Unerhörtes: die Deutschen waren 1:0 in Führung gegangen, es war ein Spielstand erreicht, bei dem beiden Mannschaften das Weiterkommen sicher war, und – beide Mannschaften hörten auf, ernsthaft gegeneinander Fußball zu spielen, auch wenn sie das nachher beide dementierten. Im Halbfinale spielte Italien gegen Polen 2:0 und Deutschland gegen Frankreich 3:3 nach Verlängerung (5:4 im Elfmeterschießen), den dritten Platz erkämpfte Polen gegen Frankreich 3:2. Das Finale gewann Italien gegen Deutschland, womit auch Italien, nach Brasilien, dreifacher Weltmeister wurde.

Fußball WM 1986 in Mexiko

Mexiko war das erste Land das eine Fußballweltmeisterschaft zum zweiten Mal veranstalten durfte, und das nach nur 16 Jahren Pause. Eigentlich sollte die dreizehnte WM ja in Kolumbien stattfinden, weil das Land die Auflagen der FIFA jedoch nicht zufriedenstellend erfüllen konnte, entschied man sich ersatzweise für Mexiko. Erneut änderte man den Modus für die Meisterschaftsendrunde: es blieb bei den sechs Gruppen zu je vier Mannschaften in der ersten Finalrunde, in der jedoch nur mehr acht Teams – die Gruppenletzten und die zwei schlechtesten Gruppendritten – eliminiert werden sollten. An Stelle einer zweiten Finalrunde wurde bereits ab dem neu eingeführten Achtelfinale das K.o.- System vorgesehen, womit das Taktieren bis zum Semifinale, das sich bei der WM 1982 als sehr schädlich herausgestellt hatte unmöglich wurde. Die Spiele im Halbfinale lauteten: Deutschland gegen Frankreich 2:0 und Argentinien gegen Belgien ebenfalls 2:0. Um den dritten Platz spielte Frankreich gegen Belgien 4:2. Im WM Finale holte sich die argentinische Mannschaft, in der vor allem Diego Maradona glänzte, zum zweiten Mal den Weltmeistertitel gegen die Deutschen mit einem 3:2.